Theaterprofil

Warum wir an der Alfred Nobel Schule Darstellendes Spiel/Theater als grundständiges Unterrichtsfach eingeführt haben:

Theater fördert wie kein anderes Unterrichtsfach die imaginative und kreative Aneignung von Welt, bei der eine Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit stattfindet und ihre potentielle Veränderbarkeit erforscht wird. Dabei ermöglicht die symbolische Welt des Theaters kreative Weltentwürfe. Kommunikation durch und über Theater bewirkt Erkenntnisgewinn, der emanzipatorische Kraft hat.

Auf der produktionsästhetischen Ebene erforschen, deuten und reflektieren Jugendliche ihr Verständnis von sich selbst und der Welt, in der sie leben. Mit Mitteln der Darstellung werden Wirklichkeiten gespiegelt, in Frage gestellt, alternative Wirklichkeiten entworfen und gestaltet und Ergebnisse präsentiert.

 

Nachhaltiger, pädagogisch und künstlerisch professionell angeleiteter Theaterunterricht stellt ein wirkungsvolles “Bildungsgeschenk” dar, das bei der zukünftigen Lebensgestaltung erheblich über Erfolg oder Misserfolg im Sinne von Selbstbestimmung, Handlungs- und Zukunftsfähigkeit, entscheidet.

Theaterunterricht in der 7. und 8. Klasse

Die 7. und 8. Klasse haben jeweils wöchentlich vier Stunden Theaterunterricht (Darstellendes Spiel).

In einem fächerübergreifenden Projekt, das den Deutschunterricht mit dem Theaterunterricht verbindet, setzen sich die SchülerInnen mit ihrem Leben in Neukölln auseinander und stellen Bezüge her zu ihrer eigenen Lebenssituation.

Das Konzept des Theaterunterrichts ist partizipativ gestaltet und fordert die SchülerInnen dazu auf, sich selber mit ihren Ideen in den Unterricht einzubringen. Sie werden mit Improvisationsspielen und ideellem Input darin unterstützt, sich mit ihrem Leben in ihrem Bezirk zu beschäftigen. Zitate aus Zeitungsartikeln, Interviews, Liedtexten und Büchern können den SchülerInnen helfen, ihre eigene Erfahrung am Ende des Schuljahres in einem Stück darzustellen.

In den vorigen Jahren wurden folgende Projekte durchgeführt:

2015/16: Come together (nach dem Roman Herr der Fliegen): Ein gemeinschaftliches Projekt der Alfred-Nobel-Schule und des Albert-Einstein-Gymnasiums unter der Leitung von Anja Kaul. Mehr dazu

2014/15: Fallstudien (Projekt im Maxim Groki Theater) mehr dazu

2012/2013: Die Superhelden

2011/2012: Es wurde ein Stück aufgeführt mit dem Titel „Arab Queen“. Der Roman “Arab Queen” befasst sich mit der Lebenssituation eines muslimischen Mädchens im Berliner Wedding, das sich gegen die erstarrten Traditionen der Familie zur Wehr setzt und vor einer geplanten Zwangsheirat flieht.  Mehr dazu

Zwei Welten - zwei Schulen - ein Schulhof - ein Theaterstück

Am 15.7.2016 wurde von zwei Theatergruppen der Alfred-Nobel-Schule und des Albert-Einstein-Gymnasiums auf der Freilichtbühne auf dem Gutshof Britz das Stück Come together nach dem Roman Herr der Fliegen aufgeführt. 

Mit einem großen Team unter der Leitung der Schauspielerin und Theaterpädagogin Anja Kaul erarbeiteten Schüler*innen beider Schulen ein gemeinsames Projekt zu der Parabel über das Zusammenleben unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen. 

Von der Seite unserer Schule wurde die Theatermacherin von dem Theaterlehrer Dietmar Knaack und der Performancekünstlerin Chryssa Tsampazi unterstützt. 

Wir gratulieren allen Schülerinnen und Schülern sowie allen weiteren Beteiligten zu der großartigen Leistung und danken den Theaterpädagogen und ihren Unterstützern für ihren außerordentlichen Einsatz. 

Die Alfred-Nobel-Schule auf großer Bühne

This is what happens when...

Ein Polizist erschießt einen unbewaffneten schwarzen Jugendlichen. Der Todesfall Michael Brown, ereignete sich am Abend des 9. August 2014 in den USA und war die Grundlage für die Arbeit. Entstanden ist eine Collage aus Bildern und Musik von SchulerInnen des DS-Kurses des 8. Jahrgangs, der Alfred Nobel Schule.

 

Unser Wahlpflichtkurs Dramatisches Gestalten (8. Klasse) stand am 12.2. im Gorkitheater in einem Schultheaterprojekt auf der große Bühne. Die Leitung der Theatergruppe hatten Herr Knaack und Chryssa Tsampazi. Unterstützt wurden sie von Çığır Özyurt vom Gorki-Theater

 

Link zur Beschreibung des Gorkitheaters

Link zum Videotrailer des Gorki-Projektes